First Stage – Das eigene Theater

Ein hoher Praxisbezug ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal unserer Profi-Ausbildung. Mit dem First Stage Theater, das 2016 aus der Stage School gegründet wurde, haben wir uns daher einen langgehegten Traum erfüllt. Angehende Bühnendarstellerinnen und -darsteller können hier wertvolle Erfahrung im Rampenlicht sammeln – und werden vom Hamburger Publikum regelmäßig mit Standing Ovations gefeiert.

Off-Broadway in Hamburg-Altona

Geschäftsführer & Intendant Thomas Gehle erhofft sich mit dem First Stage Theater eine wichtige Ergänzung der Hamburger Theaterlandschaft: „Eine Art Off-Broadway, wo wir abseits vom Mainstream kleinen, feinen Inszenierungen eine Bühne bieten. Das hat bislang gefehlt und das obwohl Hamburg die drittgrößte Musicalstadt der Welt ist, nach New York und London!“
(Bild: Kochfabrik)

✓ Kreativ-Netzwerk

Das First Stage bietet unseren Schülern wichtige Praxiserfahrung. Erfahrene Musicalgrößen wie Angelika Milster (Grizabella, CATS), Mark Seibert (Elisabeth) oder Natalie Weiss (New York) geben hier Masterclasses. So kommen die Schüler schon während ihrer Ausbildung in Kontakt mit Profis und den Großen der Branche, und können sich ein tragfähiges Netzwerk aufbauen.

✓ Bühne ab dem 1. Tag

Der Umgang mit Lampenfieber, das richtige Timing & Improvisation – all das will erlebt und immer wieder individuell geübt werden. Und nichts ist naheliegender, als dazu eine richtige Bühne mit echtem Publikum zu nutzen. Haben wir das anfangs auf wechselnden Hamburger Bühnen gemacht, sind wir mit dem First Stage nun unabhängig von anderen Theatern.

✓ Publikum begeistern

Diese Show genießt in Hamburg mittlerweile beinahe Kult-Charakter: Gegen Ende jedes Jahres bringen die Schülerinnen und Schüler der Stage School mit ihren eigens ausgearbeiteten Nummern frische Weihnachtsmagie auf die Bühne des First Stage. Wirf mit Antonia einen Blick hinter die Kulissen in unserem Video ! ▼

Unsere Shows im First Stage:

1.
Die große Weihnachtsshow

Die große Weihnachtsshow
Im Sommer schon an Weihnachten denken? Für die Schüler der Stage School Hamburg ganz selbstverständlich. Denn wer eine originelle, verrückte, fantasievolle oder berührende Idee hat, die zudem Regie und Abteilungsleiter überzeugt, steht Ende des Jahres bei einer ganz besonderen Show auf der Bühne. Ob Monday Night, Semesterprojekt oder Abschlussprojekt, jede Aufführung hat ihren ganz eigenen Reiz. Doch die Weihnachtshow hat den natürlichen Anspruch, Magie auf die Bühne zu bringen.

Die Verwandlung vom Grinch zum Fan

2016 öffnete sich der Vorhang zum ersten Mal für das weihnachtliche Format – unter den leicht skeptischen Augen von Schul- und Theaterleiter Thomas Gehle. Doch die Schüler hatten im Nu sowohl ihren obersten Chef als auch das Hamburger Publikum für sich gewonnen. Ausverkaufte Vorstellungen, Standing Ovations, kein Wunder, dass der Wunsch, hier mit von der Partie zu sein, groß ist. Das gilt allerdings auch für den Druck, dem Publikum im dritten Jahr Neues bieten zu können. So lernen die Schüler, dass selbst ein Erfolgsformat kein Selbstgänger ist.

Die hohe Kunst der Überraschung

Eine ´Mindmap` steuert die Ideenentwicklung. Um eine möglichst facettenreiche Show zusammenzustellen, müssen Stimmungen von besinnlich und berührend, über lustig und crazy, bis spannungsgeladen bedient werden. Dabei ist die Kunst der Überraschung aus einer schlichten Weihnachtsballade eine unerwartete Erfahrung zu machen, einer Tanzchoreografie mit fantasievollen Kostümen einen ganz besonderen Weihnachts-Touch zu verleihen oder eine Liebeszene im Lichte der Feiertagsmagie zu inszenieren, nur das eine. Das andere aber ist die innere Einstellung, die einen maßgeblichen Erfolgsfaktor darstellt. Selbstvertrauen, Körperbewusstsein, Konzentration, Disziplin und Kommunikations- und Teamfähigkeit sind Sozialkompetenzen, die auf der Bühne mehr als in vielen anderen Berufen gefragt sind. Eine authentische Darbietung lebt von den individuellen Erlebnissen und Erfahrungen der Künstler, die gelernt haben, diese mit ihrem Körper auszudrücken. So kommt Magie auf die Bühne.

2.
Die Abschlussproduktion

Das Sommer-Musical-Highlight
Das Showbusiness gehört zu den härtesten Branchen, die es gibt. Entsprechend strikt sind die Regeln für das Sommermusical: Nur wer die Abschlussprüfung vor der externen Jury bestanden hat, darf auf die Bühne. Damit ist das Sommermusical das Meisterstück, mit dem die Schüler ihre dreijährige Ausbildung krönen und ihr Talent und Können der Öffentlichkeit präsentieren – und einem ausgewählten Fachpublikum. Schließlich ist die Show ein fester Termin im Kalender namhafter Talentsucher und Caster aus ganz Deutschland.

Professionelle Regie und hochkarätiges Kreativteam

Entsprechend perfekt muss die Darbietung sein. Für das Sommer-Musical engagiert die Stage School Hamburg deshalb jedes Jahr ein professionelles Regie- und Kreativteam mit großer Erfahrung. Allein die fünfwöchige Probenphase mit den ausgewiesenen Bühnenprofis erleichtert den Übergang vom Schüler zum Berufsleben. Dazu kommt eine mehrwöchige Aufführungspraxis. „FAME“, das Sommermusical von 2018, brachte es dank der großen Nachfrage zu einer zweiten Spielzeit – ein toller Nachweis von Talent und Können, der die Vita gleich maßgeblich aufwertet.

Ein wenig wie Zauberei

Und schließlich schult der allabendliche Auftritt den Umgang mit dem Publikum, denn auch der will gelernt sein. Wer auf die Bühne strebt, will das Publikum in seinen Bann ziehen. Eine Zeile aus FAME trifft es genau: „Ich will Sie verzaubern!“ Und Lloyd Riggins, Erster Solist, stellvertretender Ballettdirektor und Ballettmeister in John Neumeiers Hamburg Ballett hat die Künstlerseele einmal so skizziert: „Wir sind so sensibel, wir versuchen ein Flüstern in der Luft zu deuten. Wir wollen das Herz des Publikums gewinnen und Emotionen auslösen. Das ist im Grunde kein wirklich greifbares Ziel, aber zugleich doch sehr real. Es ist ein wenig wie Zauberei. Das macht es so wundervoll und zugleich so schwer. Aber andererseits: Alles was gut ist, ist schwer.“

Die Energie im Publikum für sich nutzen

Ob im Ballett oder im Musical, die Schwierigkeit besteht darin, das Publikum nicht nur mit handwerklicher Arbeit zu beeindrucken, sondern es mit Leidenschaft zu verzaubern. Dazu gehört zu lernen: Jede Vorstellung ist anders. Bei einer ausverkauften Premiere herrscht eine andere Energie, als an einem Abend, der nur mäßig besucht ist. Trägt ein begeistertes Publikum den Künstler, liegt es an ihm, bei schlechter Energie nur umso mehr zu geben.
Auch der Künstler ist nur ein Mensch, mit guten und schlechten Tagen, doch auf der Bühne darf das keine Rolle spielen. Das Publikum verdient Vorstellung für Vorstellung 100 Prozent Einsatz – und mehr: Es muss abgeholt werden. Der Künstler muss erspüren, wo die Aufmerksamkeit nachlässt und sein Publikum erneut für sich gewinnen. Das ist ganz hohe Bühnen-Kunst und die ist nur durch intensive Praxiserfahrung erlernbar. Die vielfältigen Auftrittsmöglichkeiten an der Stage School Hamburg machen dies möglich. Auf diese Weise fangen die Absolventen nicht bei null an, wenn sie ihr erstes nachschulisches Engagement haben, sondern können auf wertvolle Praxiserfahrung zurückgreifen.

3.
Das Semesterprojekt

Semesterprojekt
Das Semesterprojekt im 2. Jahrgang ist fester Bestandteil der dreijährigen Ausbildung, die mit der Bühnenfachreife „Bühnendarsteller für Tanz, Gesang und Schauspiel“ abschließt. Während der Titel vor allem Tätigkeit AUF der Bühne bezeichnet, werden im Semesterprojekt auch Talente entwickelt, die HINTER der Bühne gefragt sind. Für ihre Inszenierung stellen die Schüler ein Musical komplett in Eigenregie auf die Beine – von der Auswahl des Stückes und der Besetzung der Rollen bis hin zu Regie, Kostüm, Maske und Choreografie. So hat schon so Mancher eine unerwartete Leidenschaft für Technik und Lichtregie entdeckt oder ein Händchen für die künstlerische Leitung eines Projekts – eine ausgesprochen fordernde und verantwortungsvolle Aufgabe.

Vielfältige Berufschancen in verwandten Bereichen

Wer sich für die Ausbildung zum Bühnendarsteller entscheidet, strebt auf die Bühne oder vor die Kamera – natürlich. Doch die Branche bietet vielfältige weitere Berufschancen in verwandten Bereichen, wie Synchron, Moderation, Präsentation oder Werbung. Aber auch Karrieren als Reisemoderatoren hat die Stage School Hamburg schon hervorgebracht. Andere Absolventen stehen als Journalisten vor der Kamera, nehmen Hörspiele auf oder gehen in die Wirtschaft, wo sie als Pressesprecher ein Unternehmen präsentieren.

Prägende Erfahrungen

Semesterprojekte wie „Dracula“ 2018 oder „9to5“ 2019 bieten den Schülern die Chance der Verwandlung. Einerseits in eine Bühnenfigur, andererseits bietet das Hineinschnuppern in eine Backstage-Position auch die Erfahrung, wie komplex eine Musicalproduktion ist. Der Erfolg hängt maßgeblich davon ab, dass alle Details, Bühnenmarkierungen und Scheinwerfereinstellungen passgenau auf einander abgestimmt sind – nur so wird die Vorstellung zu einem gelungenen Erlebnis für das Publikum. Und wenn dann, wie bei Dracula, alle Vorstellungen bereits im Vorfeld komplett ausverkauft sind, ist das eine prägende Erfahrung, die sich nur in der Praxis machen lässt.

4.
Die Monday Night

Monday Night
Hier fließt die gesamte Bandbreite des Schul-Colloquiums ein – und das setzt sich aus 16 verschiedenen Fächern zusammen. Jede Monday Night ist ein Potpourri aus berühmten Musical-, Theater- und Musikproduktionen sowie tänzerischen Eigenchoreografien. Schon bald nach Gründung der Schule entstand dieses besondere Format, das den Schülern die Möglichkeit bietet, frühzeitig wertvolle Praxiserfahrung zu sammeln. Für einen Montag-Abend mietete sich die Stage School in einem Hamburger Theater ein und die Bühne gehörte ganz den angehenden Darstellern. Neben Freunden und Verwandten kamen zunächst interessierte Hamburger, schnell aber auch Presse und professionelle Caster. Im Laufe der Zeit gewannen die Monday Nights Kult-Status.

Entscheidende Kriterien: Fachliche Qualität, Kreativität und Unterhaltungswert

Seit im März 2016 das schuleigene First Stage Theater eröffnete, wurde aus einem Montagabend eine zusammenhängende Aufführungswoche. Der sprechende Name, inzwischen zur Marke avanciert, blieb. Wer bei einer Monday Night auf die Bühne will, muss – wie im echten Künstlerleben – eine Audition bestehen, schulintern „Präse“ (Präsentation) genannt. 15 bis 20 Ideen werden jeden Mittwoch vor der gesamten Schüler- und Lehrerschaft präsentiert. Ob die Präsentation stimmig genug für den öffentlichen Auftritt ist, entscheiden die Abteilungsleiter und achten dabei neben der fachlichen Qualität, vor allem auf Kreativität und Unterhaltungswert.

Viel mehr als nur Bühnenerfahrung

Kein Live-Act ist wie der Vorherige. Auf einer echten Bühne passieren Pannen. Ein Mikro fällt aus, ein Scheinwerfer brennt durch oder – am allerschlimmsten – der Darsteller hat einen Blackout, der Kopf ist völlig leer. Die Kunst des Improvisierens muss damit Teil der Ausbildung sein und lässt sich nur auf der Bühne üben. Selbst das Proben will gelernt werden. Eine Generalprobe läuft selten glatt durch. Immer wieder heißt es „Stopp. Alles auf Halt!“ Dann wird entweder ein Scheinwerfer gerichtet oder eine Markierung am Boden geändert. Und wenn es dann wieder heißt „Weiter ab…“ muss ad hoc die volle Körperspannung und Energie in den Act fließen. Die Kunst muss auf den Punkt abrufbar sein.

Zweimal im Jahr stehen die Monday-Night-Programme auf dem Spielplan: Im März und Mai. Dabei hat jedes Programm seinen ganz eigenen Charakter, doch das erste Programm ist seit einigen Jahren etwas ganz Besonderes. Denn seit im März 2016 das First Stage Theater mit einer großen Monday-Night-Show eröffnet wurde, macht die ´Jubiläumsgala` den Anfang. Dabei drängt die gesamte Schülerschaft auf die Bühne und präsentiert große Ensemble-Nummern, kraftvolle Soli und ausgefeilte Schauspiel-Acts. Im Mai gehört die Bühne vor allem dem 1. und 2. Jahrgang, denn der Abschluss-Jahrgang steckt mitten in den Prüfungen.

5.
Best of

Best Of
Die Stage School Hamburg bietet eine vielseitige, aber auch fordernde Ausbildung – und das ist gut so. Denn wer auf der Bühne bestehen will, braucht ein hohes Maß an Disziplin und den entschiedenen Willen, intensiv an sich zu arbeiten. Entsprechend anspruchsvoll ist die Abschlussprüfung vor einer externen, fünfköpfigen Fachjury. Dafür muss jeder Prüfling ein 10-minütiges Soloprogramm entwickeln, das die drei Sparten Tanz, Gesang und Schauspiel vereint – und das die Schüler bereits Monate vorher entwickeln, proben und verfeinern.

Können, Spielfreude und Bühnenpräsenz

So steckt viel Zeit, Mühe und Herzblut in diesen 10 Minuten und eigentlich ist es eine Sünde, dass die Soloprogramme nur einmal vor fünf Zuschauern dargeboten werden. Aus dieser Erkenntnis heraus ist ein eigenständiges Format entstanden: Die Besten ihres Jahrgangs dürfen mit ihren Soloprogrammen auch vor großem Publikum auftreten. Neben der fachlichen Qualität der Darbietung, zählt dabei auch die emotionale, kreative und unterhaltsame Gestaltung der Soloprogramme. Denn natürlich müssen hier Schüler vor den kritischen Augen von Experten bestehen, doch letztlich ist es ein Publikum – und das muss mit Können, Spielfreude und Bühnenpräsenz überzeugt werden. Im Prüfungsraum wie im Theater.
In 2019 spielten wir mit Best Of sogar vier Shows im Comoedienhaus Wilhelmsbad in Hanau!